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Prof. Josef Geissler - Gründer & Erbauer

Josef Geissler im Dorfmuseum Niedersulz, 1979
Mitte der 60er Jahre begann der im Jänner 1949 in Niedersulz als Sohn eines Landwirts geborene Josef Geissler mit dem Sammeln von „altem Glumpert“.
Statt den elterlichen Hof zu übernehmen, absolvierte er in der Erzdözese Wien eine Lehre als Kirchenmaler und wurde bei der Sanierung vieler Kirchen in Niederösterreich eingesetzt.


Nach mehrmaligem Übersiedeln seiner immer umfangreicheren Sammlung eröffnete Josef Geissler 1977 in der aufgelassenen Volksschule von Niedersulz das „Weinviertler Dorfmuseum“.

Josef Geissler beim Bau der Schule aus Gaiselberg, 2009

Als die gesammelten volkskundlichen Artefakte auch diesen Rahmen sprengten, erhielt er von der Gemeinde Sulz einen cirka 5,6 ha großen Grund entlang des Sulzbaches zur Verfügung gestellt. Mit dem Bau eines Weinviertler Streckhofes aus Bad Pirawarth wurde der Grundstein für das Museumsdorf gelegt.

 

Von 1989 bis zu seinem Pensionsantritt war Josef Geissler hauptberuflich im Museumsdorf tätig. In dieser Zeit ist das Museumsdorf auf über 80 Objekte angewachsen.
In Würdiung seiner Verdienste wurde er 2001 mit dem Ehrentitel "Professor" ausgezeichnet. Seit Anfang 2011 ist er im Ruhestand und widmet sich Projekten wie der Sanierung des Pfarrhofs in Niedersulz, wo er eine umfangreiche Sakralsammlung präsentiert.