Home BesucherinfoMuseumsdorfNews & EventsPresseÜber uns        english version

Waidendorfer Hof

Der Zwerchhof aus Waidendorf wurde 1980 ins Museumsdorf übertragen.

Die Wohnräume sind von einem durchgängigen Vorhaus ("Virhaus") erschlossen. Am Eckpunkt von straßenseitigem Quer- und hofseitigem Längstrakt liegt die Rauchküche mit angrenzender Speis. In der Rauchküche befinden sich der Backofen und die offene Feuerstelle. Durch den offen abziehenden Rauch ist sie nicht als Wohnraum verwendbar, sondern die beheizbare Stube dient als gesellschaftlicher Mittelpunkt des Hauses. Der Mitteltram ("Durizug") der Stuben-Tramdecke ist mit Weinhauersymbolen beschnitzt, farbig gefasst und mit "1796" bezeichnet. Sie stammt aus einem Abbruchhaus aus Pillichsdorf (Bezirk Mistelbach).

Die Ausstattung der unbeheizten Schlafräume auf der anderen Seite des Vorhauses stammt ebenfalls aus Abbruchhäusern und entspricht der Wohnsituation um die Mitte des 19. Jh.

Im Hof befindet sich der hölzerne Läutbrunnen, der die Wasserversorgung von Mensch und Tier sicherstellte. Erst in der Nachkriegszeit wurden die Gefahren für die Gesundheit durch Sickerwasser aus der nahen Mistgrube und dem Abort erkannt und die Hausbrunnen wurden durch Ringwasserleitungen ersetzt.

Von der Hoftüre gelangt man über die "Trettn" zu Abort, Mistplatz, Kuh- und Rossstall. Im Kuhstall befinden sich über die gesamte Breite der gemauerte Barren und eine eiserne Heuraufe.