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Hofmühle aus Walterskirchen

Die ehemalige Herrschaftsmühle aus Walterskirchen wurde 1985/86 ins Museumsdorf übertragen. Der ursprüngliche Standort war in der Nähe des Walterskirchner Schlosses.

Bereits im Jahr 1661 wird sie in einem Mühlenverzeichnis angeführt. Die Herrschaft war in Besitz der fürstlichen Familie Sachsen-Coburg, deren Nachfahren heute noch den Gutsbetrieb führen. Die Hofmühle versorgte die Herrschaft sowie die umliegenden Dörfer mit Mehlen, Mahlprodukten und Futtermitteln. Sie ist eine für das Weinviertel typische Lohnmühle, die das Getreide der Bauern gegen einen festgesetzten Mahllohn oder gegen Abzug von Mahlgut vermahlte.

Von den ursprünglich 350 wasserbetriebenen Mühlen im Weinviertel ist heute kaum noch ein Zehntel in Betrieb, da viele dem großen "Mühlensterben" der Jahre 1950-1960 zum Opfer fielen.

 

Der dreibodige Mahltrakt der Hofmühle besteht aus vier Geschoßen:

 

- Keller und Transmissionsraum mit dem Antrieb durch ein oberschächtiges Wasserrad

- Walzenboden mit den wichtigsten Vermahlungsmaschinen

- Wacht oder Rohrboden zum Auffangen, Vermischen und Absacken der Mehle und Futtermittel

- Spitzboden mit Siebeinrichtungen zum Reinigen von Getreide und Trennen von Mehl, Gries und Kleie.

 

Die Ausstattung des Mahltrakts wurde aus verschiedenen Mühlen zusammengetragen. Darüber hinaus wurde eine Wasserrinne zum Antrieb des Mühlenrades errichtet.