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12. August: Südmährerkirtag

BILD

11.00 bis 18.00 Uhr


Musik, Tanz und Kirtagsschmankerl im Südmährerhof.


Kirtag aufziehen, Einmarsch der Trachten und Solotanz – all die Bräuche aus der alten Heimat der Südmährer erwachen am Sonntag, dem 12. August, beim Südmährerkirtag im Museumsdorf Niedersulz zu neuem Leben.

 

Der Weinviertler Kirtags-Tradition ähnlich, ist der Südmährerkirtag Anziehungspunkt für viele Besucher über die Region hinaus. Beginn ist um 9.30 Uhr mit einer Feldmesse an neu gestalteten Dorfplatz und anschließendem Frühschoppen. Mit dem Kirtagsaufzug um 14 Uhr und einer Weinviertler Trachtenschau, bei der die interessierten Besucherinnen viel über das Selbstschneidern von Dirndln erfahren können, geht es am Nachmittag weiter. Umrahmt Musik und traditionellen Kirtagsschmankerln.

 

Fest-Ablauf: 


9:30 Feldmesse

10:30 Totenehrung

11:00 Frühschoppen

13:45 Begrüßung der Festgäste

14:00 Kirtagsaufzug nach heimatl. Brauch


BILD

15 Uhr: "Bsoffene Musikanten und ein malender Millionär" - Geschichten von übertragenen Gebäuden. Themenführung mit Dr. Richard Edl. (15.00 - 16.30 Uhr)

 

Dr. Richard Edl kennt das Museumsdorf von Anfang an und war bei der Übertragung vieler Häuser hautnah dabei. Er hat dabei aber nicht nur Balken, Ziegel und Möbel mitgenommen sondern auch viel Wissen über die Häuser und ihre wechselvolle Geschichte.

So stammt der ungewöhnlich gebaute Kulturstadl von einem großen Bauernhof, der durch die schwere Krankheit des Bauern langsam heruntergekommen ist. Im Stadl von Phyra haben einmal Musikanten im Heu übernachtet und, wahrscheinlich betrunken, einen Brand ausgelöst. Spuren davon sind bis heute zu finden. Im Presshaus aus Unterschoderlee steht eine Baumpresse, deren Kopf einer archaischen Totenmaske ähnelt.

Das Alm-Wirtshaus aus Poysdorf war an seinem Original-Standort der Mittelpunkt eines vorindustriellen Freizeitzentrums. Der Schüttkasten aus Seitersdorf gehörte einst zu einem bedeutenden Einkehrgasthaus aus dem 17. Jahrhundert an einer Haupthandelsroute zwischen Wien und Prag und hatte von seinen Besitzern einiges an Aufopferung verlangt.

Dr. Richard Edl weiß viele kleine Geschichten, wie dass einst der Überlieferung nach ein Taufschilling, ein wertvoller Golddukaten, in die Ritzen des Wirtshaus-Bretterbodens gefallen ist und beim Abbau des Hauses plötzlich wieder auftauchte.

Und er erzählt von der kleinen Gelöbnis-Kapelle aus Obersulz, die ein reicher Privatier aufstellen lies und deren Heiligen-Bilder seltsame Ähnlichkeiten mit seiner Familie aufweisen.




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