Home BesucherinfoMuseumsdorfNews & EventsPresseÜber uns        english version

Drösinger Hof

Der Zwerchhof aus Drösing wurde 1988/89 ins Museumsdorf übertragen.

Er war von 1656 - 1981 im Besitz der Familie Dietmayer. 1862 wird Johann Dietmayer als "Halblehner und Handelsmann" bezeichnet. 1864 erhielt er den Gewerbeschein für eine "Krämerei", die er in seinem Haus, Drösing Nr. 11, betreiben durfte. Der Hausbesitzer war also sowohl Bauer als auch Greißler.

 

Die "Trettn" zeigt beim Drösinger Hof Arkaden in Form einer mit Rundbögen "durchbrochenen" Mauer. Der Wohntrakt besteht aus zwei Wohneinheiten und dem Geschäftsraum. Durch die Hoftür betritt man das "Virhaus", welches aufgrund der baulichen Modifikationen nicht durchgängig ist. Statt durch die Gassentür gelangt man vom anschließenden Geschäftsraum durch die Ladentür auf die "Gasse".

Die Küche ist rauchfrei. Der gemauerte, unverflieste Herd mit Backrohr speist den Rauch in die geschlossene Selch, die in das Mauerwerk eingelassen ist ("Kastenselch"). Der Backofen unterhalb der Selch speist ebenso wie der angebaute Wasserkessel den Rauch in die Selch, wodurch der gesamte Rauch zum Selchen verfügbar ist. 

In der angrenzenden Speis steht das Bett der Magd ("Dirn") oder des Hausmädchens ("Kindsdirn").

In Küche und Speis wird eine Sammlung an Hausrat gezeigt, wobei die "Sinngebäckmodel" hervorzuheben sind. Diese oft tiergestaltigen Formen wurden zu besonderen Anlässen verwendet.

 

Vom Vorhaus erreicht man über die "Trettn" den Stalltrakt. Der Rossstall liegt am nächsten zum Wohntrakt, gefolgt von Kuhstall und Futterkammer. An den Längstrakt ist ein Saustall angebaut.

Der um 1900 umgebaute Rossstall wurde in der zu dieser Zeit üblichen Wölbtechnik ("preußische Kappe") eingewölbt.

Der Saustall stammt von einem anderen Haus aus Drösing. Der rechteckige Pfostenbau mit Eckverzinkungen und Pultdach enthält drei Fächer, und ist in dieser Form im Weinviertel sehr selten zu sehen.