Home BesucherinfoMuseumsdorfNews & EventsPresseÜber uns        english version

Hörersdorfer Hof

Der Weinviertler Hakenhof aus Hörersdorf wurde 1991 ins Museumsdorf übertragen.

Der Lage am Originalstandort entsprechend ist diese Sonderform des Zwerchhofes von der Dorfzeile etwas nach hinten versetzt. Die "Trettn" besteht aus sechs einfachen Pfeilern mit weißgekalten Holzüberlegern und setzt sich im Bereich des Wohntrakts durch zwei Arkaden mit Mittelsäule fort, die nach Angaben und alten Fotos rekonstruiert wurden. Der Längstrakt stammt aus dem 19. Jahrhundert, der Wohntrakt aus dem 18. Jahrhundert.

 

Durch die Hoftür im Angelpunkt von Quer- und Längstrakt betritt man die Flurküche. Vorhaus und Rauchküche sind nicht getrennt ausgebildet. Die ersten zwei Joche sind in Form eines Kuppelgewölbes eingewölbt ("böhmisches Platzl"). Über dem dritten Joch befindet sich die Selch mit Rauchfang, darunter die gemauerte Feuerstelle und die Backofentür. Der eigentliche Backofen ist in die anschließende Speis eingbaut.

Von der angrenzenden Stube öffnet sich in zwei Arkaden der von der Altbäuerin so bezeichnete "Himmel", ein zweijochiger platzlgewölbter Raum, der als Schlafstelle diente. Der "Himmel" weist eine geringere Raumhöhe als die Stube auf. Es findet sich in dieser Form kaum ein vergleichbares Beispiel im Weinviertel. 

Die Tramdecke der Stube ist mit der eingeschnitzten Jahreszahl "1740" bezeichnet.

An die Stube schließt die Wohnung der Altbauern mit Küche und Schlafraum an, die "Ausnahm". Sie besitzt einen eigenen Eingang an der Seite des Quertraktes und wird für Wechselausstellungen aus der Textilsammlung genützt.