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Südmährerhof

Die Baugruppe "Südmährerhof" ist getrennt verwaltet und wird von der "Südmährer Kulturstiftung" geführt.

Die dörfliche Architektur der ehemaligen deutschsprachigen Bevölkerung Südmährens und des Weinviertels entstammt der gleichen Tradition und zeigt daher weitgehende Übereinstimmung.

 

 

Zwerchhof

 

Der "Südmäherhof" stellt einen im östlichen Teil Südmährens häufig vertretenen Zwerchhof dar.

Josef Czerny begann 1979, auf Initiative von Dr. Josef Koch (Pfarrer in Niedersulz), seinen heimatlichen Hof in Neudek/Nejdek bei Eisgrub/Lednice nachzubauen. Allerdings nahm er wesentliche Veränderungen vor: Im "Fürhaus" wurden ein Stube, die schwarze Küche, eine Kammer und die Waschküche weggelassen, um mehr Ausstellungsfläche zu gewinnen. Die "Trettn" wurde auf 2,5 m verbreitert.

Der Originalplan und und ein Modell sind in der Ausstellung vorhanden. Die Hofformen im ehemals deutschbesiedelten Südmähren waren mehrheitlich Streckhöfe, später auch Gassenfronthäuser, wie sie im Weinviertel und daher auch im Museumsdorf zahlreich anzutreffen sind.

 

Der Südmährerhof dokumentiert einen Kulturraum und seine Menschen, die ursprünglich nur durch eine Verwaltungsgrenze von Niederösterreich getrennt waren. 1919 wurde diese zur Staatsgrenze.

Fünf Ausstellungsräume zeigen Volks- und Landeskundliches: Sachkultur mit bäuerlichen Gerätschaften in der Küche und Schlafstube, eine landeskundliche Ausstellung mit Siedlungsgeschichte, Modellen, Tracht und Religion. Ein Raum enthält Exponate zu Alltag, Handwerk, Brauchtum und Kunst bis zur Vertreibung im Jahr 1945. Ein weiterer Raum dokumentiert die Vertreibung selbst. Des Weiteren widmet man sich dem schwierigen Neubeginn der Vertriebenen nach 1945. Ein Raum mit Erinnerungskultur und Denkmalpflege schließ den Rundgang ab.

 

Für die Nachfolge-Generationen geht es heute um die Erhaltung des noch vorhandenen Kulturerbes.

Am 2. Sonntag im August gibt es den alljährlichen Südmährerkirtag.

 

 

Einkehrschuppen

 

Die Übertragung des aus dem Bullendorfer Gemeindegasthauses stammenden Schuppens ins Museumsdorf fand 1983 statt.

Der nach allen Seiten offene Schuppen trägt auf acht gemauerten Pfeilern ein mächtiges Walmdach. Die Pfeiler stehen an den vier Ecken der längsrechteckigen Grundfläche und an den langen Seiten. Damit kommt der Schuppen ohne Mittelstütze aus, wodurch die überdachte Fläche ohne Beeinträchtigung genutzt werden kann.

 

 

Presshaus

 

Das aus Niedersulz stammende Presshaus wurde im Jahr 1984 ins Museumsdorf übertragen.

Der eingeschossige Bau steht auf einer querrechteckigen Grundfläche und ist mit einem Satteldach ausgestattet. An der Frontseite ist das "Gaittürl" zu sehen, in dessen Rahmen im unteren Bereich eine Rolle eingelassen ist. Diese diente zum leichteren Einführen der Rutsche ("Gait"), welche zum Einbringen des Leseguts benötigt wurde.

 

 

Längsstadel

 

Ursprünglich aus Velm-Götzendorf stammend, wurde dieser Stadel 1995 ins Museumsdorf übertragen.

Es handelt sich um einen bretterverschalten Holzständerbau mit Satteldach und zwei Abseiten. Der Innenraum ist dreijochig und vierschiffig.