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Kleinhäuslerhaus aus Unterstinkenbrunn

Das querrechteckige, eintraktige Gebäude entspricht in der Raumaufteilung einem Streckhof mit Wohnbereich und Stallungsräumen unter einem Dach. Im Unterschied zum „klassischen“ Streckhof ist das Gebäude nicht längsgestellt, sondern entlang der Straße quergestellt.

Die dem Wohntrakt vorgelagerte „Trettn“ kommt somit gassenseitig zu liegen. Sie stellt mit ihren Pfeilern und Korbbögen den reizvollsten Teil des Hauses dar.

Diese Form der gassenseitig gelegenen Trettn ist im Weinviertel ohne Vergleichsbeispiel. Das Gebäude steht zweifellos in der Tradition der „klassischen“ Weinviertler Hausformen, als Kleinhäusler-Haus ist aber die Abweichung von den üblichen Regeln nicht ungewöhnlich.

Aufgrund der engen Platzverhältnisse ist kein Hofraum vorhanden. Der beschnitzte Tram in der Stube (bez. 1851) ist nicht Originalbestand. Laut Angaben des Vorbesitzers wurde das Objekt 1830 errichtet.

Das Haus Nr. 88 in Unterstinkenbrunn war seit dem späten 19. Jhdt. über zwei Generationen im Besitz einer Schusterfamilie.