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Presshaus aus Niedersulz

Der längsrechteckige, ursprünglich aus "Batzenmauerwerk" errichtete Bau trägt ein ziegelgedecktes Walmdach, das an der Frontseite vorgezogen ist. Dem Eingang ist ein Gewölbebogen vorgelagert, der ein Plateau bildet, um den Einstieg in den Dachraum zu ermöglichen. Der Aufstieg erfolgte über eine Holztreppe. Der Dachraum war als Speicher für Getreide, Heu und Stroh in Verwendung. 

Durch die zweiflügelige Tür mit andreaskreuzartiger Schalung betritt man das Presshaus. Das Lesegut wurde durch das "Gaittirl" oder "Gaiztirl" an der Rückseite mittels einer Rutsche ("Gaiz") auf den "Seiten" eingebracht, auf dem der "Seimost" abrinnen konnte. Auf dem benachbarten "Presstenn" fand der eigentliche Pressvorgang mit Hilfe der mächtigen Steinpresse statt. Unter Ausnutzung des Hebelgesetzes wurde die Maische unter großem Druck in mehreren Pressdurchgängen ausgepresst. Der gewonnene Most wurde über Moströhren und -rinnen abgeleitet.

Der Keller dieses Presshauses war nebem dem Gebäude angelegt und wurde beim Wiederaufbau nicht gegraben.