Archiv: Kinderalltag anno dazumal

Weinviertler Museumsdorf Niedersulz Weinviertler Museumsdorf Niedersulz

Einführung / Kurzbeschreibung

10:00 - 17:00 Uhr
Zahlreiche Mitmach-Stationen wie Butter stampfen, Wäsche waschen u.v.m.


Wie sah der Lebensalltag von Kindern in einem typischen Dorf vor über 100 Jahren aus? Am Sonntag, den 29. Mai, können bei der Veranstaltung „Kinderalltag anno dazumal“ bei zahlreichen Mitmach-Stationen, wie Butter stampfen, Wäsche waschen oder „grechtln“, die Aufgaben, die Kinder damals zu erledigen hatten, kennengelernt und ausprobiert werden.

Im Lebensalltag um 1900 blieb Kindern nicht viel Zeit, um zu spielen, denn neben der Schule war die Mitarbeit im Haus und am Hof oft eine Selbstverständlichkeit. Kinder wurden in der täglichen Arbeit eingesetzt. Sie kümmerten sich etwa darum, dass der Hof zusammengekehrt war, holten Stroh vom Dachboden, misteten den Stall aus, nahmen Eier ab, jäteten Unkraut oder hüteten Gänse.

Insgesamt neun Stationen vermitteln beim „Kinderalltag anno dazumal“ im Museumsdorf, wie Kinder in einem Dorf um 1900 ihren Tag verbracht haben: In der alten Dorfschule können große und kleine Gäste in den Schulunterricht vor 100 Jahren eintauchen und das Lesen und Schreiben von Kurrent ausprobieren – natürlich mit Schiefertafel und Griffel. Einblicke in den damaligen Hausbau gibt es auf der Lehmbaustelle. Beim Lehmziegelschlagen darf ordentlich „gegatscht“ werden. Bei der Versorgung der Tiere am Bauernhof wurde ebenfalls fleißig mitgeholfen. Die Schweine, Ziegen, Esel, Kaninchen, Gänse und Hühner wurden gefüttert und ausgemistet. Vieles wurde am Bauernhof selbst hergestellt, so etwa die Butter. Beim Butterstampfen lernen Kinder, wie leicht aus Schlagobers Butter hergestellt werden kann und wie gut die frische Butter schmeckt. Hingegen gar nicht so einfach ist das Melken, das am Melksimulator ausprobiert werden darf. Beim Wäsche waschen heißt es die Ärmel aufzukrempeln: Mit Waschrumpel, Bürste und Waschtrog wird Wäsche wie früher gewaschen. Auch in der Küche wurde assistiert, beim Erdäpfel abreiben und Tisch decken dürfen die kleinen Besucher*innen gerne mithelfen. Eine wesentliche Aufgabe der Kinder war es außerdem, nach der Schule das Heizmaterial so herzurichten, so dass ohne viele Umstände eingeheizt werden konnte. Das Herrichten des Unterzünd-Materials und andere Vorbereitungsarbeiten wurden „grechtln“ genannt und können im Museumsdorf ausprobiert werden.


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